Schöner als Triathlon

Ich hatte mir einiges vorgenommen, dachte, ich könnte die freien Tage zwischen Weihnachten und Neujahr für intensive sportliche Aktivitäten nutzen. Doch es kam anders: Zum x. Mal im nun abgelaufenen Jahr 2009 haute es mich gesundheitlich um, Fieber, Schwindel, Übel- und Mattigkeit. War es ein Virus oder doch die Folgen des Versuches, unsere Küche in Brand zu setzen? Das Jahr drohte jedenfalls in großer Übellaunigkeit zu Ende zu gehen.

Doch dann kam der Schnee! Und er ließ mich die gesundheitlichen Problemchen vergessen, als er alles unter sich begrub. Am letzten Tag des Jahres wurden die alten Skating-Skier aus dem Keller geholt und los ging’s! Direkt vor der Haustür, mitten auf der Straße, einfach genial. Ab in den Wald… Aus der angekündigten Stunde wurden dann doch mehr als 1,5, meine Familie wollte sich schon auf den Weg machen mich zu suchen, als ich von meiner Tour auf Umwegen um die Krumme Lanke zurückkehrte – endlich wieder glücklich.

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Total happy vor der Haustür

Zwei Tage später wurden dann die alten Klassik-Skier präpariert und es ging wieder los. Diesmal zog es mich von zu Hause auf die andere Seite der Avus, wo ein noch viel größeres Revier auf mich wartete. Leider konnte ich nicht es nicht ausführlicher erschließen, weil ich meine zeitliche Vorgabe von zwei Stunden nicht allzu sehr überschreiten wollte. Schließlich sollte sich Peter auch noch ein bisschen auf den Brettern versuchen können, bevor es dunkel wurde. Als ich dann zu Hause die Skier wieder abschnallte, stellte meine Tochter fest: „Mama sieht glücklich aus!“ Ja, für mich  gibt es kaum etwas besseres, als auf Skiern unterwegs zu sein. Und es überrascht mich, was für ein tolles Gebiet der Grunewald ist. Sicherlich fehlen die richtigen Berge, aber die unzähligen Wege, die man bei der augenblicklichen Schneesituation gerade in der von mir bevorzugten parallelen Technik spontan einschlagen kann, übertreffen so manches Gebiet in den Alpen, wo man durch die festgelegten Spuren doch immer die selben Strecken fährt. Aber es kommt ja auch nicht jeder ohne jene festgestanzten Loipen zurecht.

Für mich kann der Winter gerne noch ein paar Tage in Berlin bleiben, bevor es dann wieder nach Ramsau geht, um dort im Alpenpanorama  Grundlagen für die Herausforderungen des neuen Jahres zu legen. Und auch unsere Schneekinder können dann ihre jetzt gewonnene Leidenschaft für das weiße Element noch weiter ausbauen – auf zwei Brettern…

Rita

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