Auf dem Weg nach Regensburg

Wieder zurück im weiß-grauen Berlin muss nun langsam doch die speziellere Vorbereitung auf mein Ziel am 1. August in Angriff genommen werden. Also werden die geliebten Skier nun eher im Keller verbleiben müssen und ich wende mich der Bewegung im Wasser, auf Rädern und Füßen zu. Gar nicht so einfach, wie viele  andere derzeit auch feststellen müssen.

Schwimmen ist noch das problemloseste in der Berliner Eiswüste, einfach die Aquafit-Kurszeiten im Studio umgehen und rein ins Wasser.

Radfahren auf der Straße geht gar nicht, deswegen weiterhin Spinnen im Studio. Leider ist dies nicht immer ohne Anleitung möglich. So ergab es sich, dass ich mich nun doch einmal zu einem der gefürchteten Spinning-Kurse einfand, Thema RPM Cycling M/F. Nun ja, wer’s mag… Mir war jedenfalls dieses Rumgehampel zwischen Racing, Standing, Relax und so weiter einfach zu hektisch und die Tracks zu laut. Hatte ich mir eigentlich schon vorher gedacht. Aber einmal muss diese Erfahrung wohl gemacht werden. Muss also weiterhin auf die Kurszeiten achten, um mich unbehelligt aufs Rad setzen zu können. Oder doch zu Hause auf die Rolle?

... die würden auch der Oma helfen...

... die würden auch der Oma helfen...

Bleibt noch das Laufen. Ist vielleicht affig, aber ich hab mir aus Österreich Spike-Überzieher mitgebracht. Die ziehe ich mir über die Laufschuhe und komme damit tatsächlich problemlos durch die Straßen. Nachteil: Es ist anstrengender. Beim ersten Versuch eierte ich damit fast eine Stunde durch die Gegend und konnte mir die zunehmende Kraftlosigkeit nicht erklären. Erst als ich die Dinger für die letzten 1,5km entfernte, merkte ich, wie leichtfüßig Laufen gehen kann. Aber man kann sich daran gewöhnen, gestern ging es schon bedeutend lockerer und länger. Weiterer Vorteil: Man hat einen etwas größeren Abstand zum Boden, die Füße bleiben also bei kleinen Taupfützen trocken. Verwechselt man allerdings tiefe Tümpel mit dem Schwarz einer freigeräumten Fußgängerinsel, kann es auch schon mal zu einem eiskalten Fußbad kommen. Aber Wechselbäder sind ja gesund. Freie Asphaltstrecken, die die Länge einer Straßenüberquerung übersteigen, sollte man mit den Spikes allerdings meiden. Dann doch lieber auf die eisige Straße ausweichen, läuft sich besser…

Es findet sich also für alles eine Lösung. Bleibt nur noch die übliche Koordination des Familienlebens mit den zu absolvierenden Einheiten, die Absprache diezbezüglich mit dem ebenso trainingsbedürftigen Ehemann und schließlich nur noch die Überwindung der ewigen Müdigkeit und des inneren Schweinehundes…

Rita

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