Jetzt wird’s schneller!

Die letzte Woche war nochmal richtig lang: Nach zwei Ruhetagen am Mittwoch ein 3h-Lauf (ging gut), Donnerstag 75km Rad, erst langsam, dann etwas die Intensität erhöht, Freitag wie immer 4km im Becken mit guten Zeiten. Samstag wollte mein Körper wohl Ruhe, ich stolperte bei ungewohnt warmen Temperaturen 1 Stunde durch die Gegend.

Me and my bike in Kummersdorf
Me and my bike in Kummersdorf

Sonntag dann der krönende Abschluss: Während Peter in Kulmbach unterwegs war, wollte ich nochmal 6h oder etwa 150km fahren. Damit ich nicht die ganze Zeit alleine unterwegs sein musste, startete ich früh (nach Übergabe der Kinder an Oma und Opa) zum Treffpunkt der Weltraumjogger. Da ging dann erstmal die Post ab, unter 30km/h ging’s nicht. Auch als ich vorne war, konnte ich das Tempo ganz gut halten, ohne zu übersäuern oder in fiese Pulsregionen zu geraten. Kurz hinter Zauchwitz trennte ich mich vom letzten verbliebenen Begleiter Jan, der dann vorfuhr, weil ich dieses Tempo nicht 6h lang fahren wollte. Der Schnitt lag bei 29km/h, mal sehen, wie weit er fallen würde. Ein wenig Wind lag auf der heute heißen Strecke  (erst bis kurz vor Luckenwalde, dann nach Trebbin) und der Schnitt  ging runter. Zwischendurch mal kurz bei Jan angehalten, der einen Platten hatte. Bei Trebbin hatte er mich fast wieder eingeholt, dann bog ich rechts ab. Ich fuhr unsere Standardrunde rückwärts weiter, d.h. nach Sperenberg, dann Mellensee und Horstfelde. Der Schnitt sank bis 27,4 und dann passierte das nicht geglaubte: Er stieg wieder! Leichter Rückenwind und vielleicht auch das Powerbar Caffeinated Kokos waren Schuld. Irgendwann stellte sich dann zwingend die Getränkefrage. Flaschen fast leer, eine zwar auf dem Friedhof in Kummersdorf wieder aufgefüllt aber das verblichene Schild „kein Trinkwasser“ war mir dann doch unheimlich. In Thyrow rette mich der Eisladen, den ich schon so oft ansteuern wollte. Zwar nicht mit Eis, aber mit Wasser. Nach süßen Zeug hatte ich nun keinen Bedarf mehr. Erfrischt und aufgefüllt ging es nach Siethen, dort vorbei am der Strecke für den Sisu-Sprint nächsten Sonntag, dann der übliche Standard nach Fahlhorst. Schnitt immer bei sagenhaften 27,8 bis 27,9. Inzwischen kam der Gedanke auf, doch die 150km überschreiten zu wollen. Würde ja bei dem Tempo auch nicht viel mehr als 6 Stunden beanspruchen. Also ging es hinter Nudow nicht ab nach Hause, sondern auf den Radweg Richtung Ludwigsfelde, am Abzweig Ahrensdorf wieder nach Siethen und die gleiche Strecke noch einmal. Hinter der Eisenbahnbrücke dann aber den Nach-Hause-Weg durch Philippsthal. Aber immer noch nicht genug. Also in Kleinmachnow Richtung Havelchaussee abgebogen, kurz Wasser nachgetankt, schließlich noch über Willi und Postfenn, es ging immer noch super! Immerhin konnte ich mir heute die Teufelsseechaussee sparen und nach Hause fahren. Dort standen dann 182km, etwas über 6:30h und 27,8 auf dem Tacho. Puls war mit 135 auch noch absolut im grünen Bereich. Ich staunte: In Roth hatte ich auf der (natürlich schwereren Strecke) etwa 6:25 benötigt, war auch nur 28,5 gefahren.

Das lässt die Erwartungen steigen. Die 180km von vor zwei Wochen (6:55h) noch locker getoppt, der 25km-Lauf super, alles überhaupt prima… Wo soll das hinführen? Ein letzter Test wird die Mitteldistanz im Spreewald sein. Dann wird endgültig deutlich, ob ich mehr erhoffen kann, als ich überhaupt erwartet hätte.  Trotz einiger ungeplanter Auszeiten kann ich  also sagen, dass ich auf einem guten Weg zu sein scheine.  Aber eigentlich war doch nur finishen angesagt… 😉

Die Wehwehchen sind derzeit verschwunden. Dank Thorsten (Anjas Masseur) und Physio macht sich mein Rücken nicht mehr bemerkbar, auch nach 180km Rad nicht (nun ja, Rollwenden sollte ich derzeit nicht machen).  Und die merkwürdigen Kniebeschwerden sind auch wieder weg. Hoffen, wir, dass es so bleibt und nichts mehr dazwischenfunkt.

Jetzt wird die Intensität im Training erhöht und/oder öfter mal gekoppelt. Am Sonntag wird am Siethener See gesprintet – ich freu mich drauf!

 

Rita

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