Kurzurlaub@challenge-roth.de

Hier unser Kurzurlaub mit langem Wettkampf aus Sicht der Zuschauer, in der wie üblich wortreichen Rita-Fassung, als Bonus gibt’s dann noch einen Ausblick auf Kommendes:

  • Herzlichen Glückwunsch an Peter, Du bist angekommen, ich beneide Dich, Du hast es hinter Dir! Deine Zeit ist für mich kaum zu toppen.
  • Hier gings am Ende durch ...

    Hier gings am Ende durch ...

    ... und hier zum Glück nicht rein.

    ... und hier zum Glück nicht rein.

  • Pizza am gleichen ort wie vor 8 Jahren - rechts die Schulter des später Zweitplatzierten

    Pizza am gleichen Ort wie vor 8 Jahren - rechts die Schulter des später Zweitplatzierten

    Die Tage vorher:  Mit viel Glück hatten wir noch relativ kurzfristig ein nettes Quartier direkt am Rothsee ergattern können. Wir waren am und im Roth- und Guggenberger See, Shoppen ohne Ende auf der Messe und auf verschiedenen Spielplätzen. Die Kinder durften richtig lange aufbleiben, beim Pizza-Essen sahen wir zu Peters Freude sogar Stars und Herr Kienle durfte etwas über Berliner Hasenpizza erfahren. Außerdem trafen wir uns mit Petra und Golo.

  • Der Wettkampftag: Wir schafften es tatsächlich, noch rechtzeitig vor Ort zu sein und einen guten Parkplatz zu ergattern, um Peter  und Golo zu Beginn des Radkurses sehen zu können.
    Jetzt geht es richtig los!

    Jetzt geht es richtig los!

    Dann ging es an den See und den dortigen Spielplatz. Dank SMS-Service, der die Zwischenzeiten zu diesem Zeitpunkt noch relativ zeitnah durchgab, konnten wir Peter auch noch bei seinen beiden weiteren Durchfahrten sehen.

    Warten ist laaangweilig...

    Warten ist laaangweilig...

    Dazwischen wurde gebadet, geklettert und Fußball gespielt. Dann fuhren wir „nach Hause“ zum Essen und anschließend weiter nach Roth. Auch dort gab’s überraschend problemlos einen Parkplatz im Ort. Die Kinder zog es dann auf den nächsten Spielplatz, Papas Schicksal war erstmal nicht so interessant.

    Einer von gefühlten 365 Spielplätzen

    Einer von gefühlten 365 Spielplätzen

    Ich war jetzt völlig uninformiert bezüglich des Fortgang seines Rennens, weitere SMS blieben aus. Konnte nur noch spekulieren, wann er im Zielort eintreffen würde. Irgendwann waren die Herrschaften bereit, sich an die Laufstrecke zu begeben. So gingen wir die gesamte Runde durch die Innenstadt ab und sogen die Stimmung auf. Die Teilnehmer waren hier auf ihren letzten drei Kilometern unterwegs. Und man konnte fast die ganze Palette beobachten: Vom locker vorbeijoggenden Staffelläufer (was ist schon „nur“ Marathon?)  bis hin zu denen, die kaum noch einen Fuß vor den anderen bekamen. Toll, mit welcher Geduld und auch Verständnis die Kinder bei unserem Spaziergang mitmachten und auch die Teilnehmer anfeuerten! Aber wo war Peter? Dann plötzlich zwei SMS, von km 28,5 und 31,5 fast zeitgleich. Es zeichnete sich ab, dass die erhoffte Laufzeit von 4h nicht mehr zu erreichen war. Danach wurde er um 19:34 im Ziel erwartet, also knapp über der 12-Stunden-Marke. Nach einiger Zeit sahen wir ihn – oh, oh. Sah müde aus, aber er lief noch. Schnell ein paar Fotos, dann machten wir uns auf zum Ziel. Dort angekommen dauerte es auch nicht lange und er kam bei km42 vorbei. Er hatte sogar ein wenig Zeit gut gemacht und hatte sich der 12-h-Marke angenähert, war aber dann doch 2 Minuten drüber. Der Sprecher kündigte ihn an, wunderte sich über den Vereinsnamen „Weltraumjogger“. Im Frankenland muss wohl noch an der Bekanntheit unseres Vereins gearbeitet werden. Wir schlugen uns weiter durch und konnten dabei Petra beim Einlaufen beobachten. Jetzt hieß es  warten auf den Finisher. Wir machten es uns auf einer Treppenstufe mit Brezel und Eis bequem. Auch wir waren kaputt und froh, uns hier einfach nur auszuruhen und ein wenig rumzualbern.

    Selbst ich hatte auf ein weiteres Shopping-Ründchen keine Lust mehr. Hin und wieder trudelten weitere Zwischenzeit-SMS ein, mal von der Radstrecke, mal von der Laufstrecke, zwischendurch sogar, dass Peter gefinisht hat! Dann erschien der Held und würde überglücklich in Empfang genommen. Ein langer Tag ging zu Ende…

    Ausgelassene Stimmung am Ende des langen Tages

    Ausgelassene Stimmung am Ende des langen Tages

  • Die Tage danach: Auch am nächsten Tag trudelten noch weitere SMS ein, mal stieg Peter gerade aufs Rad, mal war er irgendwo auf der Laufstrecke. Immerhin wurde später zugesagt, dass die 10€ Gebühr für den „Service“ zurück erstattet werden soll. Peter fühlte sich überraschend gut und fuhr uns nun rasant wie immer (die verstopfte Stauumfahrung mal abgesehen) nach Hause, wo ich am Abend gleich in den Schlachtensee stieg. Während er nun allen glücklich von seinem langen Tag erzählen kann, muss ich ein wenig Abstand gewinnen, um trotz verwirrenden Wetterprognosen und anderen demotivierenden Eindrücken wieder Motivation für meinen Ironman zu sammeln. Ich freu mich schon auf den Urlaub…

Rita

P.S.: An dieser Stelle noch mein persönlicher Ausblick auf Regensburg: War es wirklich gut, zwei Wochen vor dem eigenen Event anderen beim Leiden zuzusehen? Der Respekt ist um einiges gewachsen und mein Selbstvertrauen geschrumpft, mir wird erst richtig bewusst, was ich da noch vor mir habe. Der Massenstart beim Schwimmen macht mir Sorge, ich hoffe, dass ich trotzdem meine Stärke ausspielen kann. Der Guggenberger See war sehr warm, aber auch das könnte sich aufgrund der kühleren Temperaturen noch ändern, so dass der Neo doch mitkommt. Ansonsten fokussieren sich meine Gedanken auf das Radfahren. Hoffe der Rücken spielt mit und ich kann es mir einigermaßen gut einteilen. Das Abfahren der Radstrecke in Regensburg hat mir einige Illusionen genommen, die Anstiege waren doch bedeutend knackiger und vor allem zahlreicher und länger, als ich mir anhand eines abstrakten Höhenprofils vorstellen konnte. Auch fehlen in den flachen Passagen Bäume als Schattenspender – nun, bei den derzeitigen Wetterprognosen wird man wohl über Sonne eher glücklich sein als Schatten vermissen. Auf das Laufen freue ich mich trotz des Eindrucks der großen Anstrengung auf den letzten Kilometern in Roth sogar ein wenig.  In Training und Wettkampf fühlte ich mich meist gut und locker, mal sehen, ob und wie lange das beim abschließenden Marathon auch so geht.

Immerhin, mit ein paar Tagen Abstand wächst die innere Distanz und damit auch wieder ein klein wenig die Lust auf das Erlebnis IronMan.

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