Reaktivierung: Volks-Crosslauf auf der Hausstrecke

 

Wildschweine veredelten die Laufroute

Wildschweine veredelten die Laufroute

Der Herbst wird immer dunkler, die üblichen Staffelläufe rücken näher und langsam gibt es keine Ausrede mehr, ins (Tempo-)Training einzusteigen. Also: Ab sofort keine Rückenprobleme mehr, Erkältungspensum ist für dieses Jahr schon deutlich übererfüllt und die Kinderzimmer sind auch renoviert. Zeit für einen Status-Test. Passend dazu kam der Volks-Lauf der LG Süd an der Onkel-Toms-Hütte, sozusagen im meinem Wohnzimmer, kaum ein Trainingslauf geht nicht dort lang.

Angesagt waren ca. 10 Kilometer im nicht ganz flachen Gelände. Immerhin hatten die Wildschweine bisher noch nicht die ganze Rodelbahn umgegraben, aber Stolpern ging dort trotzdem ganz gut. So warnte auch der Veranstalter ausdrücklich und mehrmals vor den fiesen Buckeln und den Wurzeln im Wald. Dank meiner regelmäßigen Kippelbrettübungen und konzentriertem Laufen passierte mir nichts. Aufgrund der vielen Trainingskilometer in diesem Jahr fühlte ich mich der Streckenlänge durchaus gewachsen. Zu befürchten war allerdings, dass die Geschwindigkeit arg gelitten hat. Darauf deutete schon der Swim&Run im September hin. Eine (eigentlich selbstverständliche) Zeit unter 50 Minuten erwartete ich nicht.

Mit Kompression sieht es auf jeden Fall schneller aus als ...

Mit Kompression sieht es auf jeden Fall schneller aus als ...

Der Lauf gestaltete sich dann sehr nett und leidensfrei. Meine Hauptunterhaltung bestand im Abgleichen der angezeigten Pulsfrequenz mit dem subjektiven Befinden – wobei letzteres der zuverlässigere Indikator für die Renngestaltung war. Nur nicht überzocken war die Devise. Der Bordcomputer hingegen diente eher als belustigendes Element, Schwankungen zwischen 107 (bergauf) und 199 (bergab) konnten nicht der Realität entsprechen. Ich fürchte, es muss neues Material her, der Batteriestatus soll laut Anzeige an beiden möglichen Stellen in Ordnung sein. Da es unterwegs keine Kilometer-Schilder gab, konnte so nur die Zielzeit Auskunft über die aktuelle Leistungsfähigkeit geben. Dort blieb die offizielle Uhr dann bei 50:58min stehen – im erwarteten Bereich also. Eigentlich hätte ich noch eine Weile so weiter laufen können, aber schneller war nicht vorstellbar, an der Leidensbereitschaft im Higher-Speed-Tempo-Bereich muss noch gearbeitet werden. Peter blieb mit 43:58min hinter seiner Zeit vom Grand10 (40:58min) Anfang Oktober deutlich zurück. Das wiederum lässt mich auf einfachere Strecken hoffen: Wenn ich bei mir drei Minuten abziehe, sieht es ja schon wieder besser aus… Trotz der Mehrjahresschlechtleistung konnte ich aber auch hier mal wieder die Altersklasse gewinnen. Peter erreichte mit Platz 3 ebenfalls das Podest.

 

... bei der Dame mit dem Schlabbertuch, die etwas später finishte.

... bei der Dame mit dem Schlabbertuch, die etwas später finishte.

Die nächsten Wochen werden kurz, schnell und unangenehm – so eine (wenn auch recht entspannt erbrachte) Leistung kann nicht in der Jahresendabrechnung stehen gelassen werden!

Rita

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