Ausflug in die Oberpfalz

Eine kleine aber feine Vereinsfahrt führte uns in diesem Jahr in die Oberpfalz nach Steinberg am See, nicht unweit von Regensburg. Im letzten Jahr hatte Peter den Wettkampf erstmals getestet und für gut befunden, auch im Hinblick auf den Unterhaltungsfaktor für die Kinder. Nun machten wir uns dieses Mal, begleitet von einer kleinen Weltraumjogger-Delegation, gemeinsam auf die Reise. Im Vorfeld mit sehr wechselhaften und unsicheren Wetterprognosen konfrontiert, hatten wir vor Ort großes Glück, viel Sonne, angenehme Temperaturen und nur sehr vereinzelte Regentropfen. Die Kinder tobten sich die meiste Zeit an Hüpfbergen, Trampolinen und Rutschbahnen aus und waren vergnügt, und auch wir hatten unseren Spaß. Dieses Mal kam auch unser (Wohn-)Zelt endlich mal wieder zum Einsatz.

Der Wettkampf:

Rita: Für den Wiedereinstieg bei meinem erster Triathlon seit dem Ironman Regensburg 2010 wählte ich die Volksdistanz, die mit nur 16km Radfahren für mich perfekt sein sollte. Hochmotoviert ging es nach dem Schwimmstart richtig ab, so schnell, dass der übliche 3er-Zug aufgrund von Luftmangel nicht mehr drin war. Weiterschwimmen und nicht Ersticken war die Devise. So überholten mich kurz vor der einzigen Wendeboje ein paar Teilnehmer, die etwas ruhiger angeschwommen waren. Aber dann zeigte sich meine Ausdauerstärke, der (Atem-)Rhythmus wurde besser und ich sammelte einige wieder ein. An Land zeigte mir die Uhr 7:14min für die 500m – absolut im Soll. Doch dann ging die Farce los. Vorab den Wechselablauf eingeprägt, kam ich aus dem Muster nicht mehr raus. Es war warm, trotzdem meinte ich, mir das Flattertrikot überstreifen zu müssen. Das Anziehen der Socken hätte ich auf den zweiten Wechsel verschieben sollen. So verlor ich viele Plätze und vor allem Zeit. Umso ärgerlicher, da in der Ergebnisliste nicht die reine Schwimmzeit ausgewiesen wurde (das hatte ich vorab so verstanden), sondern die Wechselzeit einbezogen wurde. Mehr als zwei Minuten mehr und etliche Plätze schlechter wurden dort nun verzeichnet. Was jetzt folgte war nicht unerwartet, einige Damen fuhren an mir vorbei. Auf der profilierten Radstrecke lagen mir die Steigungen ganz gut, aber auf allen flacheren Passagen zum Kurbeln war ich nur Futter für die Konkurrenz. So hoffte ich, beim Laufen wieder ein paar Plätze gut machen zu können. Beim Loslaufen fühlte ich mich gut und schnell. Doch schon auf den ersten Metern lief eine Frau an mir vorbei. Die erste km-Zeit war deutlich über 5er-Schnitt, kann doch nicht sein?? Aber es stimmte wohl. Weitere Teilnehmer und Teilnehmerinnen kamen von hinten an mir vorbei. Auch die Splits wurden nicht wirklich besser. Da mein Pulsmesser nicht im Wasser funktioniert und ich nicht bedacht hatte, dass er an Land den Herzschlag auch nicht so ohne Weiteres wieder aufnehmen wird (tolle Polar-Technik), hatte ich keine Rückmeldung, ob ich nicht ein wenig mehr Gas geben könnte. Sicherlich auch ein wenig resigniert wegen der nicht mehr optimierbaren Platzierung war die Lust am Quälen jedenfalls gering. So gestaltete sich der Zieleinlauf sehr entspannt, ich trabte noch ein paar Meterchen weiter und stellte im selbem Moment fest, dass es wohl noch für einige Kilometer in diesem Tempo gereicht hätte. Umso erstaunter war ich, als unser Vereinskollege, Fotograf und Betreuer Roman erzählte, der Sprecher hätte mich als Erstplatzierte der Altersklasse angekündigt. Wenigstens etwas. Fazit: Wiedereinstieg schmerzfrei geglückt, ein paar Erfahrungen mehr gesammelt. Weiterhin gilt: Ich werde nie eine Sprinterin sein…

Peter:  Der erste Triathlon in diesem Jahr, endlich! Und dazu noch optimale Bedingungen. Sonne und kaum Wind. Wie im letzten Jahr wollte ich hier meine Form testen. Ziel war es meine Leistung von 2011 zu wiederholen oder gar zu toppen.  Mit einer guten Rad- und Laufform angereist, gab es beim Schwimmen gleich den erwarteten Dämpfer. 1:30min langsamer auf derselben Strecke.  Das brachte mich aber nicht aus dem Konzept.  Die ersten km auf dem Rad waren noch sehr ungewohnt und es dauerte etwas, bis ich mich nach dem Schwimmen sortiert hatte und es  auf dem Rad so richtig lief.  Nach 36km stand die gleiche Zeit auf der Uhr wie im Vorjahr. Wie konnte das sein! Hatte ich mich doch viel besser, und vor allem schneller gefühlt. Leider unterlief mir im Vorfeld ein Fehler. Mein Vorderrad hatte ich verkehrt herum eingespannt, so das ich ohne Tachowerte fahren musste. Dass sich ein Reifen aber auch entgegen der angegebenen Laufrichtung dreht, und das auch schnell,  ist eine weitere Erkenntnis. Aber ob ich sonst schneller gewesen wäre, wer weiß? Die gute Radform zeigte sich dann aber auf der Laufstrecke. Spürbar erholter konnte ich von Anfang an ein hohes Tempo gehen. Auch die Verpflegung passte dieses Mal.  Ich entschied mich für einen Schluck Cola alle 2km.  Mit etwas über 41 Minuten war die verlorenen Zeit vom Schwimmen aufgeholt.  Im Ziel musste ich leider dem AK 2. der Vortritt lassen, und das mit 0,4 Sekunden.  Fazit:  30 Sekunden schneller als 2011, dafür 10 Plätze weiter hinten in der Gesamtwertung, aber ein 3. Platz in der AK40. Ein perfektes Wochenende mit Familie und Freunden.

Bilder: RvC & RA

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