Der Halbe – Werbellinsee

Eigentlich eine ganz normale Mitteldistanz, könnte man sagen. Und mit dieser Einstellung ging ich auch an den Start. Doch ich durfte an diesem Tag neue Erfahrungen sammeln. Dem frühen Start geschuldet ging es etwas hektisch zu in der Wechselzone. 10 Minuten vorher fiel mir noch ein, dass ich ja mein Vorderrad aufpumpen könnte sowie den Spanner an der hinteren Bremse wieder schließen. Motiviert hatte ich 20 Minuten zuvor versucht mein neues Scheibenrad in Position zu bringen.

Nach längerer Schwimmpause waren die Erwartungen nicht groß. Die erste Runde verlief ungewohnt ruppig. Tritte, Schläge, kreuz und quer schwimmende Athleten.  So etwas hatte ich schon lange nicht  mehr. Trotz des überschaubaren Teilnehmerfeldes entspannte sich die Lage erst auf der zweiten 900m-Runde.

Im ersten Drittel plaziert ging es auf die Radstrecke. Der Sound vom Karbon verleiht Flügel, könnte man sagen. Mit ordentlich Speed war die hügelige Strecke kaum zu spüren. Die Kräfte schwanden jedoch auf der zweiten Runde oder besser gesagt, ich musste nun mehr Kraft investieren. Den Grund dafür erfuhr ich erst nach dem Rennen. Hatte ich doch in der Hektik die Bremsen nicht auf das neue Hinterrad eingestellt.  So fuhr ich 88km mit leicht schleifender Bremse – ein 35er Schnitt.

Entkräftet ging es auf die Laufstrecke. Die Rechnung bekam ich bereits nach 2km. Mit Krämpfen in beiden Oberschenkeln versuchte ich das Unvermeidbare zu verhindern. Aber es ging nicht mehr, ich musste anhalten.  Eine gefühlte Ewigkeit versuchte ich das Problem in den Griff zu bekommen. Und es klappte auch einigermaßen: Ich konnte wieder laufen. Doch der große Hammer kam erst:  der Heartbreak-Hill. Völlig überraschend war er da, das „Monster“, wie ich es später in meine Gedanken nannte.  Auf insgesamt 4 Runden musste man diesen bezwingen. 5km-Runden, die einem das letzte abverlangten. Allein der Wille brachte mich dann doch noch auf die Zielgerade, wo ich einen  schönen  Zieleinlauf genießen durfte.

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