Open Water Finale im Müggelsee

Frisch zurück aus Italien stand für mich das wohl letzte Freiwasserevent des Jahres an: die Durchquerung des Müggelsees über 3,5km. Den Roth-Schock noch im Kopf und im Urlaub im tollen klaren Meer mehr gebadet als geschwommen war mir nicht klar, in welcher Form ich hier an den Start gehen würde.

Angenehme Startgruppengröße von je 50 Leuten auf breiter Fläche – das ging super los. Dann einfach nur gradeaus den 13 Bojen folgen bis ins Ziel. Bis etwa zur Hälfte ging das auch alles prima, dann wurde es immer welliger, die Bojen war teilweise nicht mehr zu sehen, selbst wenn man anhielt, um zu gucken. Also immer in der geschätzten Richtung weiter. Das schaukelte ganz schön, Mittelmeer war irgendwie leichter zu schwimmen. Am Ende hatte es wohl auch die eine oder andere Boje abgetrieben, so dass man sich, sobald möglich, am besten am Sandstrand des Strandbades Müggelsee orientierte. Kurz vor dem Ziel dann durch das knietiefe Wasser zur Zeitnahme waten. Mein Betreuer bemängelte, dass ich hier nicht mehr Engagement in Form von Delphinsprüngen oder einen Sprint zeigte, aber das Akku war leer. Anhand der Zieluhr konnte ich abschätzen, dass die Zeit unter einer Stunde gewesen sein musste, das war auf jeden Fall zufriedenstellend.

Die Ergebnisliste machte mich dann vollends glücklich: 34. gesamt, 5. Frau, 1. Ak, Zeit 57:48min. Nur wenig langsamer als vor zwei Jahren und das bei wohl härteren Bedingungen. Damit war auch bewiesen, dass ich in Roth in sehr guter Form gewesen bin, nur die äußeren Bedingungen haben mir dort eine vernünftige Zeit versagt.

Insgesamt kann ich also mit eben jenem Abstrich bei der Challenge ein tolles Fazit der Saison ziehen, äußerst erfolgreich mit tollen Ergebnissen. Leider konnte ich aufgrund terminlichen Schwierigkeiten nicht wie geplant ein 10km-Schwimmen absolvieren, beim 5km-Hechtsprung war ich gehandicapt und konnte nicht starten. Aber das kann ich ja alles im nächsten Jahr nachholen.

Nun bleibt der Ausblick auf die langen Wintermonate ohne Freiwasserschwimmen. Vielleicht werde ich doch mal einem Schwimmverein beitreten und ein paar „Sprint-„Wettkämpfe in der Halle absolvieren – so weit mein Rücken das mitmacht. Wir werden sehen… 🙂

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