DM der DUV über 50km

Am 5. März ging ich zum ersten Mal über eine längere Strecke als die Marathon-Distanz an den Start. Als Vorbereitung auf den Rennsteiglauf bot sich die in Berlin ausgetragene Deutsche Meisterschaft über 50km an. Vom Start weg versuchte ich nicht zu überpacen und lief im mittleren Feld mit. Bis zur Hälfte lief alles nach Plan. Die Verpflegung stimmte und auch mit einer Zeit von unter 2:05h lag ich noch auf Kurs. Ab km35, wer kennt es nicht, wurde es zunehmend anstrengender das Tempo zu halten. Immherhin lief ich bis km40 durch und lag mit 3:36h nur etwas hinter der anvisierten Zeit. Bei km42 zeigte die Uhr 3:48h, was nur eine halbe Stunde langsamer war als meine Bestzeit. Euphorie machte sich breit das Ding hier locker durchzuziehen zu können. Bei km44 dann der erste Dämpfer. Erste Gehpause. Die Oberschenkel zwickten. Aber Rita stand glücklicherweise am Rand und konnte neue Energie in mir aufleben lassen. Durchlauf am Ziel vorbei zur letzten Runde, und die hatte es in sich. Das Gespür für den Körper schwand mit jedem Meter. Ich kam mir vor als ob ich tauchen würde, aber mein Atemreflex mich zum Auftauchen zwingt. Bei km47 dann der Big Bang. Vor mir stand Thor mit seinem Hammer. Der Körper schaltete ab. Ich stand da und für einige Sekunden konnte ich meine Beine nicht ansteuern. Leicht schlürfend, dann tapsend mit Übergang zum Gehen kam ich wieder in die Vorwärtsbewegung. Bis km49 war ich im Schritttempo unterwegs. Der Versuch wieder loszulaufen wurde von meinem Hirn komplett abgeschirmt. Ein unheimliches Gefühl zu wollen aber nicht zu können. Dass der Körper in Extermsituationen doch reagiert, erfuhr ich, als ich das Ziel sehen konnte und mich ein Schub Adrenalin wieder zum Leben erweckte. Plötzlich ging das Laufen wieder und ich lief nach 4:45h glücklich über die Ziellinie. Da freut man sich doch auf die kommenden 72km am Rennsteig.

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