Norddeutsche Masters

Zwei Wochen nach den Deutschen Mastersmeisterschaften „Lange Strecken“ ging es erneut in Braunschweig an den Start. Bei den Norddeutschen Mastersmeisterschaften hatte ich die Teilnahme auf den zweiten Tag reduziert, weswegen der Titel vom Vorjahr über 100m Brust nicht verteidigt werden konnte. Dafür hatte ich über 200m Brust gute Aussichten auf Gold. Ergänzt wurde das Programm durch 200m Lagen und – mal wieder was anderes – 100m Freistil. Erfreulicherweise gingen vier Z88-Masters an den Start, so dass wir sogar eine gemischte 4x50m Brust-Staffel melden konnten.

Die 200m Lagen fühlten sich eigentlich ganz gut an, auch wenn die Nachbarin von Beginn an wegschwamm und ich auf der Rückenbahn Probleme mit der Atmung hatte. Die Zeit enttäuschte mich allerdings – 3:02min, langsamer war ich bisher noch nie. Immerhin Silber.

Ein paar Stunden später dann meine neue Lieblingsstrecke 200m Brust mit altbekannter Konkurrenz. Auf der linken Nebenbahn wie bei den Deutschen Meisterschaften Tanja, die ich bekannterweise ab der 3. Bahn fürchten muss, rechts Heike, schon vor 30 Jahren schwammen wir auf dieser Strecke gegeneinander. Außerdem noch Susanne aus Neukölln und eine andere Starterin. Das Rennen begann wie erwartet, die ersten 100m lag ich ungefährdet vorne. Am Ende der dritten Bahn war Tanja an mir dran, dann begann ein harter Fight. Zwischenzeitlich lag ich hinter ihr, aber mit Endspurt und Anschlag konnte ich den Titel mit 4/100stel Vorsprung erkämpfen. Wir hatten uns so gepusht, dass wir beide unter 3:20min schwammen. Platz vier und fünf ging an die beiden Neuköllnerinnen. Das Podium glich am Ende einer Jahrgangsmeisterschaft: Jg. 70 dreimal vertreten.

siegerehrung

Als nächstes stand die 4x50m-Brust-Staffel an. Mit Tim als Startschwimmer, ich als zweite, dann folgte Linda und den Abschluss bildete Tilmann. Nach den 200m fühlten sich 50m sehr merkwürdig und hektisch an. Ich konnte mit dem von Tim herausgeschwommenen Vorsprung deutlich als erste übergeben, unsere Konkurrenten aus Hamburg hatten allerdings ihre beiden überragend starken Männer an das Ende gesetzt, so dass für uns in 2:28,68 „nur“ Platz zwei in der AK 120-159 (Summe des Alters der Starter/innen) blieb, insgesamt drittschnellste Zeit, nur eine deutlich jüngere Staffel war noch schneller.

team

Ich hatte etwa fünf Minuten Zeit, mich vom Sprint zu erholen, dann sprang ich für die 100m Freistil ins Wasser. Das fühlte sich nach nichts an und war am Ende auch nichts, mit einer Zeit von knapp unter 1:15min blieb ich weit unter dem, was eigentlich gehen müsste. Aber auf dieser Strecke lag zum Glück nicht mein Hauptaugenmerk.

Jetzt heißt es erstmal abschalten, ein wenig (oder etwas mehr) und auch mal was anderes als Schwimmen trainieren. Ein Beckenwettkampf steht Ende April noch an, dann geht es wieder ins Freiwasser, wo ich mir auch in diesem Jahr spannende Ziele gesetzt habe.

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