Drei ereignisreiche Monate im Schnelldurchlauf

In den letzten Wochen und Monaten ist so viel passiert! Im März gab’s für die Kinder ein weiteres erfolgreiches Schwimmfest in Dresden. Dann ging es für uns alle ins Trainingslager nach ITALIEN, die Kinder mit Z88 nach Pesaro, wir 60km nördlich davon nach Cesenatico. Eine tolle, anstrengende Zeit, wir Eltern erstmals wieder ohne Kinder im Urlaub. Traumhafte Pool-Bedingungen, dazu schöne Radtouren und Läufe. Mitte April folgte für die Kinder der nächste Schwimmwettkampf, das Internationale Schwimm-Meeting der SG Steglitz. Wieder gab es einige neue Bestzeiten, für Traumzeiten war es noch zu dicht am Trainingslager. Peter startete am selben Wochenende beim Ruppiner Duathlon. Eine Woche später ging Rita beim Berliner Masterscup an den Start, krankheitsbedingt geschwächt mit teilweise sehr enttäuschenden Zeiten.

Und dann kam der wilde Mai mit viel Action!

Die Triathlonsaison startete am 1. Mai mit dem KONDIUSMAN und den Berliner Meisterschaften für die Kinder. Dieses Jahr wieder die Jüngeren in der Altersklasse und erstmals auf längerer Strecke, gab es eine riesige Doppel-Überraschung: Beide erreichten den 3. Platz in der Berliner Meisterschaft!

Es folgte von Himmelfahrt an eine RADTOUR auf dem MAUERWEG, ca. 180km mit zwei Übernachtungen, tollstes Wetter, großartige Stimmung, viel Spaß mit zwei anderen Familien. Unvergesslicher Trip durch und um Berlin, der viele Eindrücke mit sich brachte.

Eine Woche später übernachteten wir zwar in Berlin, verbrachten das Pfingstwochenende allerdings beim NEUKÖLLNER SPORTBADPOKAL mehr oder weniger im Freien. Das Wetter gab sich sehr wechselhaft, von Sonnenschein bis Gewitter war alles dabei. Dementsprechend schwierig die Bedingungen. Trotzdem gab es für die Kinder wieder ein paar Bestzeiten und Rita, auf den Bruststrecken startend, konnte die schlechten Zeiten vom Masterscup ein wenig geraderücken.

In der Woche darauf wurden wieder die Sachen gepackt. Für Peter ging es zu seinem Saisonhöhepunkt, dem Ultramarathon beim RENNSTEIGLAUF über 72,7km. Nach 9:12h erreichte er fix und fertig, aber überglücklich das Ziel.

Für die anderen drei ging es mit den Weltraumjoggern nach Gera zum POWERTRIATHLON. Eine tolle Vereinsfahrt, bei der alle bei bestem Wetter viel Spaß hatten. Rita startete in der Olympischen Staffel als Schwimmerin und konnte trotz ständiger „Klopperei“ auf den letzten 500 der 1500m eine überraschend gute Zeit mit knapp über 23min erreichen. Für die Kinder wurde es gegenüber dem Kondiusman wieder ein wenig länger, es ging auf ihre neue Standarddistanz 400m Schwimmen, 10km Rad und 2,5km Laufen. Ersteres und letzteres bewältigten sie ein weiteres Mal bravourös, beim Radfahren zeigten sie, dass sie langsam aufschließen, verloren für eine Spitzenplatzierung aber immer noch zuviel Zeit. Doch sie konnten beweisen, dass ihnen die Länge durchaus liegt.

Am folgenden Wochenende splittete sich die Familie. Chiara zog übers Wochende zu ihrer Freundin Emma. Am Sonntag nahmen sie gemeinsam mit ihrer Trainingsgruppe von Z88 am Rudi-Drescher-Schwimmfest teil. Bei dem Mini-Schwimmfest über die 50m Strecken auf der Kurzbahn wurde alles abgeräumt, was es zu holen gab. Chiara schwamm nur tolle neue Bestzeiten, wobei natürlich die 50m Brust herausragten. Mit 40,11sek kratzte sie die magische Marke und erschwamm sich den 2. Platz. Außerdem ist sie auf dieser Strecke jetzt auch schneller als ihre Mutter.

Die anderen drei Familienmitglieder reisten hingegen nach Hannover. Dort durfte Paolo an der bisher bedeutensten Schwimmveranstaltung teilnehmen, den NORDDEUTSCHEN MEISTERSCHAFTEN im Schwimm-Mehrkampf. Die Qualifikation hierfür erfolgt über die 200m Lagen-Zeit, die besten 75 Jungen bzw. Mädchen eines Jahrganges in Norddeutschland auf der 50m-Bahn seit 01.09. vergangenen Jahres können hierfür gemeldet werden – und bei ihm war es bis zum Meldeschluss ein Krimi, ob er teilnehmen darf. Letztendlich schaffte er es auf Platz 75, mit 4/100stel Vorsprung, knapper ging es kaum noch. Er hatte also nichts zu verlieren. Er trat im Brust-Mehrkampf an, bestehend aus den für allen verpflichtenden 200m Lagen und 400m Freistil und in der Speziallage 50m Beine sowie 100 und 200m ganze Lage. Hierfür hatten sich 15 Jungen gemeldet. Nicht überraschend lag er nach den 200m Lagen trotz Bestzeit hinten. Dann kamen die 200m Brust, wo er furios anschwamm, sich um sechs Sekunden verbesserte, seinen Dauerrivalen aus Berlin schlug und die neunbeste Zeit erreichte. Damit war ein wenig Boden gut gemacht. Am nächsten Tag ging es mit 50m-Brustbeine weiter. Dort gingen wir davon aus, das er wieder etwas weiter nach vorne kommen könnte. Und richtig, obwohl er meinte, dass er nicht optimal geschwommen wäre, gab es hier Platz sieben. Es folgten 100m Brust, auch hier schwamm er sensationell an und konnte den Neuköllner Gegner hinter sich lassen, Bestzeit und Platz 9. Nun lag er auch in der Gesamtpunktewertung auf diesem Platz. Die Frage war, ob er die Top10 auch nach den 400m Freistil halten könnte, eine Strecke, die er bisher bei keinem Schwimmwettkampf geschwommen war. Aber auch hier zeigte er ein tolles Rennen und hielt sich gut gegenüber seinen Brustkonkurrenten. So gelang es keinem, in der Gesamtwertung an ihm vorbeizuziehen und es hieß am Ende Platz 9! Eine grandiose Leistung für einen, der als Letztqualifizierter angetreten war.

Die nächsten Wochen bleiben wir erstmal zu Hause, aber es geht munter mit Triathlon weiter, bis dann im Juli die Berliner Meisterschaften im Schwimmen anstehen.

Über Rita