Meisterschaften, Volkstri und Challenge-Roth

Der Monat Juli brachte wieder einige Highlights mit sich.

Zunächst startete ich bei den Deutschen Meisterschaften im Freiwasserwasserschwimmen in Hamburg über 5km. Die Örtlichkeit war aus früheren Jahren wohlbekannt. Jetzt ging es darum, wieder eine vernünftige Zeit zu schwimmen, die 1:20h sollte geknackt werden. In einem Lauf mit vielen sehr jungen Schwimmerinnen ging es sehr hektisch los und es dauerte eine Weile, bis ein Rhythmus da war. In der zweiten von vier Runden versuchte ich, mich von ein paar nervigen Mitschwimmerinnen zu befreien und setzte mich ein ein wenig ab. Ein Fehler, denn in der letzten Runde kam die Quittung, die Arme wurden zusehens schwerer, bis ich sie kaum noch durchziehen konnte. Ich wurde von diversen Gruppen überholt und abgehängt. Aufgrund der Stehversuche am Ende war ich über die 1:21:21,18h noch froh, denn ich hatte schlimmeres befürchtet. Die Endzeiten der Mitschwimmerinnen zeigten mir, dass ich in lange im richtigen Tempo unterwegs gewesen war, doch die taktische Meisterleistung zwischendurch hat mich wohl meine erhoffte Zeit gekostet. In der Altersklasse landete ich mal wieder auf Platz sechs, der vierte wäre drin gewesen, aber eine Medaille war weit entfernt.

Eine Woche später waren die Kinder bei den Berliner Meisterschaften im Schwimmen am Start. Chiara startete am Samstag über 100 und 200m Brust, Paolo hatte an diesem Tag außerdem 200m Rücken auf dem Programm. Chiara hatte leider in ihrer Hauptlage kein gutes Gefühl, vielleicht war sie inzwischen zu sehr im „Triathlon-Modus“, jedenfalls konnte sie sich nicht verbessern und war froh, dass sie sich nicht auch noch am Sonntag hatte melden lassen.

Paolo startet zunächst mit den 200m Brust, was ihm nicht so behagte, lieber hätte er sich zunächst in einer anderen Lage „eingeschwommen“. Da der beste Brustschwimmer nicht am Start war, ging es mit seinem Dauerkonkurrenten in den Kampf um den ersten Platz. Leider fand unser Sohn erstmal keinen richtigen Rhythmus und konnte das auch in Endspurt nicht mehr gut machen. So wurde es am Ende Silber und keine Bestzeit. Über 100m Brust lief es schon besser, erstmal konnte er die 1:30min unterbieten. Doch sein Konkurrent steigert sich deutlicher und es wurde wiederum Silber. Bei den 200m Rücken ging es nur ums Dabeisein. Leider konnte er seine Zeit von unter drei Minuten aus einem Trainingstest nicht bestätigen.

Am Sonntag standen zunächst 400m Freistil für ihn an, die er ähnlich wie bei den Norddeutschen Meisterschaften mit einer Endzeit von 5:36min absolvierte. Abschließend ging es auf die 50m Brust. Hier war neben den üblichen Startern ein Sportschüler gemeldet, der um die Medaillen mitschwimmen würde. Paolo schwamm mit 39,97 sek eine tolle Zeit, hatte das Rennen um Gold aber schon am Start verloren. Auch wenn er am Ende stark aufholte, konnte er die beiden anderen nicht mehr überholen und holte sich damit Bronze. In der Abschlussbilanz standen also 3 Medaillen – damit kann man sehr zufrieden sein, zumal er wohl der erfolgsreichste Schwimmer des Vereins bei diesen Meisterschaften war.

 Chiara startete am Sonntag bei unserem Volkstri4Kids. Bei der für sie kurzen Distanz 200m Schwimmen, 4km Radfahren und 1km Laufen kam es nach einem Platten der Favoritin zu einem Showdown der drei Freundinnen beim Laufen, im Sprint wurde sie knapp geschlagen Zweite.

Eine Woche später ging es für eine kleine Gruppe der Weltraumjogger-Jugend mit Eltern nach Roth zur Junior-Challenge und Meet&Greet mit Nils Frommhold (Tag 1) sowie zum Zuschauen, Anfeuern und Weltrekord bejubeln bei der großen Challenge (Tag 2).

Beim wie immer toll organierten Wettkampf über 400m-10km-2,5km konnten unsere beiden im Schwimmen absolut überzeugen, Paolo kam als Zweitplatzierter aus dem Wasser, Chiara als Vierte. Leider lief es mal wieder beim Radfahren nicht so toll, so dass sie ein weiteres Mal aufs Laufen setzen mussten, was ihnen gut gelang. Chiara konnte sich auf den achten Platz vorlaufen, Paolo steigerte sich mit der viertbesten Laufzeit auf Platz sechs. Verglichen mit den Platzierungen der letzten Jahre, wo sie irgendwo 20er-Bereich einkamen, ist das im starken Feld ein riesige Leistung!

Am nächsten Tag sahen wir die großen Vorbilder live bei ihrer Arbeit. An verschiedenen Stellen beobachteten wir, wie sie hautnah an uns vorbeiflitzten. Ein großer Tag im Triathlon-Sport mit dem angesagten Weltrekord von Frodo – auch Helden müssen leiden!

Danach war Urlaub und Entspannung angesagt. Aber zu Beginn stand für mich noch ein „kleines“ sportliches Highlight auf dem Programm…

Fotos: ©Acampora

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